Gewürzlexikon - Cayennepfeffer

Know How

Gewürzlexikon - Cayennepfeffer

Sie sehen aus wie dicke Finger, sind leuchtend rot und feurig scharf: Cayenne. Die Chilisorte ist Grundlage für den sogenannten Cayennepfeffer, auch wenn die Bezeichnung irrtümlich darauf hindeutet, aus der Frucht eines Pfeffergewächses gewonnen zu werden.

Steckbrief

    • Name: Cayennepfeffer, Teufelspfeffer, Spanischer Pfeffer

    • Wissenschaftlicher Name: Capsicum annuum var. acuminatum

    • Botanische Einordnung von Bärlauch: Cayennepfeffer gehört zur Familie der Nachtschattengewächse.

    • Geschmack: intensive Schärfe mit leichter Rauchnote

Herkunft und Historie von Cayennepfeffer

Cayennepfeffer hat seinen Ursprung in Südamerika und wurde schon im 15. Jahrhundert als Ersatz für den damals sündhaft teuren schwarzen Pfeffer verwendet. Schon bald gelang das Gewürz in alle größeren Städte Europas und gewann vor allem in England an zunehmender Beliebtheit, weil damit die aus der britischen Kronkolonie Indien bekannten Gerichte gewürzt werden konnten. 

Im Unterschied zu klassischem Pfeffer wird das rote Pulver jedoch nicht, wie der Name vermuten lässt, aus der Frucht eines Pfeffergewächses gewonnen. Zur Herstellung werden die gleichnamigen Chilischoten geerntet, getrocknet und anschließend zu feinem Pulver verarbeitet.

Was ist der Unterschied zwischen Cayennepfeffer und Chilipulver?

Cayennepfeffer und Chilipulver sehen sich zwar zum Verwechseln ähnlich und sind beide echte Scharfmacher, doch gibt es entscheidende Unterschiede zwischen den beiden Pulvern.
Beim Chilipulver, wie es hierzulande im Handel angeboten wird, handelt es sich in der Regel um einen scharfen Mix aus verschiedenen Gewürzen. Zu den Grundzutaten zählen Cayennepfeffer, Knoblauch, Kreuzkümmel und Oregano. Ausnahmen bilden reine Chilipulver aus einer Chilischote ohne zusätzliche Gewürze wie beispielsweise Ancho Chilipulver oder Chipotle Chilipulver. Chilipulver hat nur eine verhältnismäßig milde Schärfe, die je nach genauer Sorte meist zwischen 500 und 1.000 Scoville liegt. Cayennepfeffer dagegen, der rein aus gemahlenen Schoten der Cayenne-Chilisorte gewonnen wird, ist bekannt für eine sehr intensive und starke Schärfe, die in der Regel zwischen 30.000 und 60.000 Scoville beträgt. Grund für die feurige Schärfe ist das darin enthaltene Capsaicin. Es ist geschmacks- und geruchlos, spricht dafür aber ordentlich die Wärme- und Schärferezeptoren an.

Verwendung und Anwendung von Cayennepfeffer

Cayennepfeffer ist nichts für schwache (Geschmacks-)Nerven. Wenn’s Dir jedoch nie scharf genug sein kann, wirst auch Du Feuer und Flamme für Cayennepfeffer sein!
Würze Fleisch und Fisch, verpasse Chili con Carne oder Chili sin Carne eine feurige Schärfe, verfeinere Dips und Marinaden (perfekt für ein Spicy BBQ) oder trau Dich an süß-scharfe Kombinationen mit Schokolade: Gib eine Prise Cayenne Pfeffer in die heiße Schoki oder Mousse au Chocolat und bringe Deinen Gaumen zum Glühen.

Und wenn´s doch mal brennt:

Keep calm! Denn Capsaicin ist fettlöslich. Falls Du es also mal übertrieben hast und schon fast Feuer speist: Mit Joghurt und anderen fetthaltigen Milchprodukte kannst Du dem Brennen einhalt gebieten.

Bekannte Klassiker mit Cayennepfeffer

+

Tabasco

+

Sambal Oelek

+

Chorizo

+

Portugiesische Fischsuppe

Welche Gewürze passen zu Cayennepfeffer?

Cayennepfeffer lässt sich mit den unterschiedlichsten Gewürzen kombinieren, da das rote Pulver „nur” für die Schärfe zuständig ist. Deshalb gilt: Sei kreativ und trau Dich, mit dem Feuer zu spielen!

Eine Auswahl dazu passender Gewürze:

  • Ingwer
  • Koriander
  • Kardamom
  • Kreuzkümmel
  • Piment

Die Just Spices Koch Academy

Lust auf mehr Küchen-Hacks? Dann werde Teil der Just Spices Koch Academy! In 30 Videos zeigen wir Dir die wichtigsten Kochregeln sowie Tipps und Tricks, damit Du zukünftig in der Küche glänzen kannst. Das Beste daran: Die Anmeldung ist gratis!