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Verschiedene Salze und was Du darüber wissen solltest

JustSpices Lea

Das Salz in der Suppe ist nicht nur im Sprichwort etwas Unverzichtbares, sondern auch im wahren Leben. Das meiste Salz stammt aus Salzbergwerken, Salinen, das sind Quellen mit salzhaltigem Wasser, oder aus dem Meer. In den Bergen handverlesen oder am Meer gedämpft und gefiltert, landet es dann mehr oder weniger mineralhaltig in unseren Supermärkten. Doch keine Zutat im Gewürzschrank ist so umstritten.

Ist Salz gesundheitsschädlich?

Salz ist für unseren Körper unverzichtbar. Das im Salz enthaltene Natrium reguliert unseren Wasserhaushalt, den Stoffwechsel und die Reizweiterleitung von Nerven- und Muskelzellen. Da Salz Wasser bindet, birgt ein zu hoher Konsum jedoch Gefahren wie Bluthochdruck, welcher sich negativ auf das Herz-Kreislauf-System auswirkt. Zu viel Salz wird meist durch stark verarbeitete Lebensmittel und Fast Food konsumiert, da Salz konserviert und ein starker Geschmacksträger ist. Wer Zuhause frisch kocht, läuft allerdings kaum Gefahr zu viel zu salzen.

Ist Verzicht die Lösung?

Nein. Was in der Fitness-Szene gerne gemacht wird, um die Muskeln kurzzeitig zum Vorschein zu bringen, ist alles andere als gesund. Eine Studie hat herausgefunden, dass ein zu niedriger Salzkonsum (unter 3 g pro Tag) dazu führt, dass die Nebennieren ein Hormon (ADH) produzieren, welches Flüssigkeit im Körper zurückhält und so ebenfalls zum Blutdruckanstieg führt.


Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt, dass die Salzzufuhr nicht höher als 6g pro Tag sein sollte. Wenn Du dann noch auf mineralhaltige Salze zurück greifst, tust Du Deinem Körper sogar etwas Gutes.

6 verschiedene Sorten:

  • Speisesalz (=Koch-/Tafelsalz): Speisesalz ist die nährstoffärmste Form. Es besteht hauptsächlich aus Natrium und Chlorid (NaCl). Das sind die dominierenden Elektrolyte im Körper, was sie unverzichtbar für den Flüssigkeitshaushalt in den Zellen macht. Da die Böden in Deutschland besonders Jodarm sind, empfiehlt die DGE jodiertes Speisesalz zu konsumieren, um einem Mangel vorzubeugen.


  • Meersalz: Das Salz aus dem Meer wird in sogenannten Salzgärten in mediterranen Ländern gewonnen, wo mehrere Verdunstungs- und Filterbecken letztendlich die Salzkristalle hervorbringen. Durch Sonne und Wind entsteht so ein reines Naturprodukt.


  • Fleur de Sel: Wie viele fälschlich vermuten ist Meersalz nicht gleich Fleur de Sel. Denn dieses ist weniger gefiltert und verarbeitet und wird an windstillen Tagen von der Wasseroberfläche der Salzgärten abgetragen. Somit enthält es noch mehr Nährstoffe als das Meersalz.


  • Pinkes Himalaya Salz: Im Norden Pakistans wird das Steinsalz von Hand verlesen und ist ebenso wie das Alpensalz, welches in Österreich gewonnen wird, besonders reich an natürlichen Mineralien, wie Calcium, Magnesium, Zink und Eisen.


  • Hawaii Salz: Ob schwarz durch Aktivkohle, rot durch Vulkanerde, oder grün durch Bambus, eins ist ihnen allen gemein: Mit ihren natürlichen Farbgebungen übersteigen sie nicht nur den Mineralgehalt des üblichen Speisesalzes, sondern überzeugen durch ihren einzigartigen Geschmack. Außerdem sind sie dank der Farben ein wahrer Augenschmaus.


  • Persisches Blausalz: Es schmeckt intensiv salzig und ist ein wahrer Hingucker auf dem Esstisch. Die bläuliche Färbung hat es Verschiebungen im Kristallgitter zu verdanken. Auch dieses ist handverlesen.


Das glaubst Du uns nicht? Dann lies hier alles nach:
  1. Wo kommt das Salz her? Verband der Kali- und Salzindustrie e.V. Salzkonsum und kardiovaskuläres Risiko
  2. Salzkonsum und kardiovaskuläres Risiko M. Middeke 2012
  3. Reduced dietary salt for the prevention of cardiovascular disease Adler AJ, Taylor F, Martin N, Gottlieb S, Taylor RS, Ebrahim S 18. Dezember 2014
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